Das Herzstück des OCM ist eine offene, modulare Automatisierungsplattform auf Basis standardisierter SPS- und HMI-Technologie.
Das System ermöglicht eine präzise, vom Gasdurchfluss abhängige Regelung der Odoriermitteldosierung. Dadurch unterstützt es Betreiber dabei, eine sichere und reproduzierbare Gasodorierung zu gewährleisten und gleichzeitig die heutigen betrieblichen sowie regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.
Das OCM wurde sowohl für Neuanlagen als auch für Modernisierungsprojekte entwickelt und kann bis zu zwei unabhängige Odorierstränge über eine einzige Plattform steuern. Dadurch werden der Engineering-Aufwand, die Kosten sowie die Komplexität der Installation reduziert. Dank der Abwärtskompatibilität zu bestehenden 19-Zoll-Systemen von LEWA lassen sich Modernisierungsprojekte zudem einfach umsetzen, während bereits getätigte Investitionen geschützt werden. Die modulare Hardwarearchitektur ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedlichste Anwendungen und schafft zugleich die Voraussetzung für eine unkomplizierte zukünftige Erweiterung des Systems.
Ein zentrales Merkmal des OCM ist die neue grafische Human Machine Interface (HMI)-Benutzeroberfläche. Sie bietet Anwendern ein intuitives Prozessfließbild, Klartextmeldungen für Status- und Alarmanzeigen, eine geführte Parametrierung sowie ein rollenbasiertes Benutzerkonzept. Durch die anschauliche Visualisierung lassen sich selbst komplexe Odorierprozesse einfach erfassen. Betreiber erhalten auf einen Blick einen umfassenden Überblick über den Anlagenzustand, profitieren von einer höheren Transparenz im Betrieb, einem geringeren Schulungsaufwand sowie einer reduzierten Fehleranfälligkeit durch manuelle Eingriffe.
Die modulare Bauweise verbessert zudem die Servicefreundlichkeit des Systems. Steckbare, von vorne zugängliche Hardwaremodule ermöglichen einen schnellen Austausch sowie eine einfache Wartung. Dadurch werden Stillstandszeiten reduziert und zahlreiche Servicearbeiten können ohne spezielles SPS-Fachwissen durchgeführt werden.
Dank der Verwendung weltweit verfügbarer Industriestandard-Komponenten gewährleistet das OCM eine langfristige Hardwareverfügbarkeit und schützt getätigte Investitionen. Gleichzeitig unterstützt es moderne Kommunikationsschnittstellen wie Profinet und Modbus RTU. Die Plattform wurde so entwickelt, dass sie aktuelle und zukünftige regulatorische Anforderungen erfüllt. Dazu zählen unter anderem die Konformität mit CE-, EMV-, RoHS- und ATEX-Vorgaben sowie relevanten DVGW-Regelwerken und den Anforderungen des Cyber Resilience Act (CRA).
Das OCM eignet sich für Gasverteilnetze, Gasübergabe- und Druckregelstationen, redundante Odorieranlagen sowie für Modernisierungsprojekte und Neuanlagen mit hohen Anforderungen an die Automatisierungstechnik. Als skalierbare Plattform unterstützt es den gesamten Lebenszyklus eines Odoriersystems – von der Planung und Inbetriebnahme über den Betrieb und die Wartung bis hin zu zukünftigen Erweiterungen.
